" Chaos in gelb 2010 "

Acryl, Öl auf Leinwand

Fechtbilderserie (absoluter Linearismus)

100 x 100 cm

 


Ich bezeichne mich nicht als akademischen Maler, da das mir zu wenig Spielraum für das Experimentelle lässt. Ich orientiere mich an der heutigen, aktuellen Kunst, denn ich brauche das Spielerische und Experimentelle. Meine Bilder beginnen mit einem Pinselstrich und jeder Pinselstrich ist eine Linie; ein Punkt ist für mich eine verkürzte Linie oder auch der Anfang für eine Linie.


In unserer Sozialisation, angefangen mit der Geburt, sind viele Lebenslinien schon
vorgegeben. Wir werden bestimmt und geleitet von Regeln, Bestimmungen,
An-und Verordnungen, Gesetze, Erziehung und Bildung. Diese Vorgaben muß jedes
Individuum durchlaufen; es sind lineare Prozesse zwangsläufig im Lebensverlauf.
Lebenswege können durchbrochen werden wenn man sie verlässt und aussteigt, aber damit beschreitet man auch schon einen neuen Weg.


Es entsteht ein neuer linearer Prozess. Auch ist es nicht möglich, ohne Konsum zu leben, irgendetwas konsumieren wir immer, ( lineare Konsumwelten ) aus diesem Prozess können wir nicht heraus. Jeder Mensch hat in seinem Habitus bestimmte Rituale, die er bewusst oder unbewusst immer wieder verfolgt und anwendet. (Pierre Bourdieu) Es ist unmöglich sich einem linearen Prozess zu entziehen. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht diese Liniarität in meiner Kunst als Linearismus in unterschiedlichen Darstellungsweisen zu verarbeiten, denn lineare Prozesse bestimmen unser Leben.


Bei meinem Stil "absoluter Linearismus" lasse ich der Geradlinigkeit keine Chance. Ich ziehe mit einem befestigten Pinsel an der Spitze eines Floretts Linien über eine Leinwand und schaffe durch die Beweglichkeit der Klinge meinen eigenen physischen Automatismus.


Mein Stil "extremer Linearismus" zeichnet sich durch kreisende Linien, die ich über das Blatt ziehe, aus.
Es beginnt mit kreisenden Bewegungen des Stiftes, um das Motiv zu gestalten, verdichte oder vergrößere ich diese Bewegungen und zeichne auf diese Weise das Motiv. Das Bild bekommt dadurch eine bewegende Dynamik.


Der Linearen Reizüberflutung mit Konsumgütern setze ich meinen "konsumtiven
Surrealismus" entgegen. Konsumgüter stehen als Metapher für menschliche Gefühle und Erlebnisse. Im Gegensatz zur Pop-Art kreiere ich mit meinen Konsumgütern surreale Bildwelten und teile ihnen eine neue künstlerische Aufgabe zu.


Nach jahrelanger Beschäftigung mit der Linie eine persönliche Anmerkung zum
Abschluss: ob Schicksal oder Fügung, ich bin in einer Straße mit dem Namen
LINIENWEG in einem Dorf in Ostfriesland aufgewachsen.

 

Preis:

5.000 EUR

 

 


 

 

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